Schadstoffverteilung im Grundwasser

Ausgehend vom ehemaligen Gaswerksstandort in der Frankfurter Straße 100 in Darmstadt hat sich eine nach Westen bis Südwesten gerichtete, mehrere hundert Meterlange Benzol‑Schadstofffahne ausgebildet. der Hauptanteil davon auf dem Gelände der ENTEGA AG. 

Neben Benzol treten lokal Belastungen des Grundwassers mit PAK, insbesondere Naphthalin, sowie vereinzelt erhöhte Ammoniumgehalte auf. Benzol stellt dabei den maßgeblichen Leitparameter der Grundwasserkontamination dar. 

Das Grundwasser fließt in circa 10 Meter Tiefe und hat keine Verbindung zur Oberfläche. Trinkwasser ist von diesen Belastungen nicht betroffen.

Innerhalb eines Bereiches, in dem die Benzol-Konzentrationen im Grundwasser über 1 µg/l liegen, ist die Nutzung von Grundwasser nicht zulässig. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat deshalb mit einer Allgemeinverfügung die Grundwassernutzung untersagt. Die Allgemeinverfügung und ihre Begründung wurden im August 2026 auf der Homepage des Regierungspräsidiums Darmstadt veröffentlicht.

https://rp-darmstadt.hessen.de/Themen-A-Z/allgemeinverfuegungen

Schadstoffverteilung im Boden

Die durchgeführten Erkundungen ergaben, dass nach wie vor größere Mengen an Schadstoffen im Erdreich lagern. Die höchsten Konzentrationen befinden sich auf dem nördlichen Parkplatz des ENTEGA-Betriebsgeländes in der Frankfurter Straße 100, wobei Benzol den maßgeblichen Leitparameter der Bodenkontamination darstellt. Daneben wurden weitere Kohlenwasserstoffverbindungen wie Toluol, Naphthalin und Xylol nachgewiesen. Die noch vorhandenen Restbelastungen im Boden liegen aufgrund der bereits erfolgten Bodenaustauschmaßnahmen überwiegend in Tiefen von über 6 m vor. Die Bodenbelastungen befinden sich ausschließlich auf dem Gelände der ENTEGA AG und in dessen unmittelbarer Nähe.