Sanierungskonzept

Ziel des Sanierungskonzeptes ist es, die Menge der im Boden und im Grundwasser befindlichen Stoffe zu reduzieren und gleichzeitig eine weitere Ausdehnung der Schadstofffahne zu verhindern. 

Bei der Sanierung von Altlasten, insbesondere bei alten Gaswerkstandorten, gibt es in Deutschland viel Know-how sowie klare Strukturen und Verantwortlichkeiten. So auch im Falle des alten Gaswerkes in Darmstadt. Sanierungsverantwortliche ist die Stadt Darmstadt, die von 1902 bis 1949 das Gaswerk betrieben hat. 

Die ENTEGA AG ist für die Umsetzung der voraussichtlich noch über 20 Jahre andauernden Sanierung zuständig. Das über neun Millionen Euro teure Sanierungsprojekt wird vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert. Über sechs Millionen stellt das Land Hessen dafür zur Verfügung. Das Regierungspräsidium Darmstadt als zuständige Behörde begleitet das Projekt.

Die wichtigste und erfreuliche Erkenntnis aus den Aktivitäten der zurückliegenden Jahre ist, dass die im Grundwasser nachgewiesenen Schadstoffe einem unerwartet deutlichen natürlichen biologischen Abbau unterliegen. Dieser natürliche Schadstoffabbau im Grundwasserleiter sorgt bereits jetzt für eine kontinuierliche Reduzierung der Menge der im Boden und Grundwasser enthaltenen Gesamtschadstoffmasse. 

Als maßgeblicher Schritt wird seit Januar 2018 die im Sanierungskonzept beschriebene Pump & Treat-Sanierung betrieben. Die Pump & Treat-Sanierung unterstützt die vorhandenen Selbstreinigungskräfte und beschleunigt die Rückbildung der Schadstofffahne.

Die Sanierungskonzeption wird in naher Zukunft auf Basis der Ergebnisse der in den letzten Jahren durchgeführten Erkundungsmaßnahmen an die neuen Erkenntnisse angepasst und optimiert. Die Umsetzung der angepassten und optimierten Sanierungskonzeption ist voraussichtlich ab 2027 geplant.